Montag, 07 Mai 2018 11:18

Fontainebleau: Gelungene EM-Generalprobe für Nachwuchsspringreiter

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Children-Team gewinnt Nationenpreis / Haunhorst siegreich im Großen Preis

Einen Sieg und zwei dritte Plätze – die Nationenpreis-Bilanz der Nachwuchsspringreiter beim internationalen Springturnier im französischen Fontainebleau stimmt optimistisch im Hinblick auf die Europameisterschaften, die in diesem Jahr vom bis an gleicher Stelle ausgetragen werden. Das gilt auch für die Großen Preise, in denen Max Haunhorst (Junioren) und Chiara Reyer (Children) den Sieg davontrugen, Teike Carstensen wurde als beste Junge Reiterin Vierte. "Das war eine echte Standortbestimmung. Das war hier wirklich hochkarätig besetzt, die meisten Nationen waren mit ihren Topleuten vor Ort, um sich schon einmal ein Bild für die Europameisterschaften zu machen. Für mich war es wichtig zu sehen, wie Reiter und Pferde mit dem Platz zurecht kommen", sagte Bundestrainer Peter Teeuwen. 

Nicht nur die deutschen Reiter nutzten das Frühjahrsturnier in Frankreich für eine Generalprobe. Entsprechend voll besetzt waren die Starterfelder in allen drei Nationenpreisen. Mit einem Gesamtergebnis von acht Strafpunkten setzten sich die deutschen Children gegen neun weitere U14-Mannschaften durch. Auf den Plätzen zwei und drei folgten die Niederlande und Großbritannien mit jeweils zwölf Strafpunkten. Das beste Ergebnis fürs deutsche Team erzielte Schlussreiterin Chiara Reyer (Westerkappeln), der mit Cederic zwei fehlerfreie Runden gelangen. Aber auch Charlotte Höing (Großbeeren)mit Bajala (4/4), Tjade Carstensen (Sollwitt) mit Zürich (4/0) und Mick Haunhorst (Hagen) mit Conquest (4/0) demonstrieren, dass ihnen der Platz in Fontainebleau liegt.

Auch die Junioren hatten gute Chancen auf einen Sieg: Wie ihre belgischen und irischen Kollegen rangierten sie nach zwei Umläufen mit nur vier Strafpunkte gemeinsam auf Platz eins. Damit wurde ein Stechen erforderlich, in dem nach Beeke Carstensen (Sollwitt) mit Venetziaa (4/4/5) auch Britt Roth (Freimersheim) mit Thekla Carola (0/4/4) einen Abwurf in Kauf nehmen musste. Zwar blieb Hannes Ahlmann (Reher) mit Nerrado (0/0/0) ein drittes Mal in dieser Prüfung fehlerfrei, doch das reichte nicht aus, da die anderen beiden Teams nach vier Reitern keinen Strafpunkt auf dem Konto hatten. Schlussreiter Max Haunhorst (Hagen) brauchte mit Crueger (0/0) daher gar nicht mehr zu starten. Wegen der schnelleren Zeiten ging der Sieg an das belgische Team vor Irland. Die deutsche Mannschaft wurde mit vier Strafpunkten Dritte.

Ebenfalls Platz drei belegten die Jungen Reiter mit Henry Delfs (Steinburg) mit D Consuela (0/4), Teike Carstensen (Sollwitt) mit Cadour (4/4), Cedric Wolf (Buchholz) mit Cho Chang J (4/12) und Justine Tebbel (Emsbüren) mit Light Star, die als Beste zwei Nullrunden drehte. Als Sieger gingen die Schweizer aus dem Nationenpreis hervor. Mit nur vier Strafpunkten verwiesen die Eidgenossen das Team Dänemark mit neun und die deutsche Mannschaft mit zwölf Strafpunkten auf die Plätze.

 

Max Haunhorst und Chiara Reyer gewinnen Großen Preis
Ihre guten Leistungen im Nationenpreis bestätigten die deutschen Nachwuchsreiter auch in den Großen Preisen. Max Haunhorst (Hagen), der mit Crueger bereits mit Doppel-Null zum guten Abschneiden der Junioren-Mannschaft beigetragen hatte, überzeugte mit der Chacco Blue-Tochter Chaccara zum Abschluss mit der schnellsten fehlerfreien Runde im Normalparcours. Diesen Erfolg konnte er auch im Stechen wiederholen und so die mit 100 Teilnehmern besetzte Prüfung vor der Französin Nina Mallevaey mit Solitude Au Vent und dem Briten Jack Whitaker mit Arlo de Blondel für sich entscheiden. Hannes Ahlmann wurde mit Nerrado Vierter. Britt Roth zog mit Thekla Carola ebenfalls ins Stechen ein und wurde Zwölfte.

Was Haunhorst vormachte, gelang später auch Chiara Reyer. Zwar war sie Normalparcours nicht ganz die Schnellste, machte dies im Stechen aber wieder wett. Dort blieb sie mit Cederic erneut fehlerfrei uns verwies in einer Zeit von nur 35,03 Sekunden Lou Champion aus Frankreich mit Zingaro H und Lily Engelsman aus den Niederlanden mit Whipped Cream auf die Plätze. Insgesamt nahmen 69 Paare an der Prüfung teil, neun kamen ins Stechen.

Beinahe wäre mit der Jungen Reiterin Teike Carstensen der Hattrick gelungen. Mit Cadour legte sie im Normalparcours die schnellste von nur vier Nullrunden vor. Im Stechen drehten allerdings ihre Konkurrenten den Spieß um. Hier kam der Franzose Arthur Le Vot mit Vinchester in der kürzesten Zeit ins Ziel, gefolgt von seinem Landsmann Alexis Goulet mit Cannavaro und dem Schweizer Edouard Schmitz mit Cortino. Carstensen landete auf Platz vier. Mit nur einem Zeitstrafpunkt im Normalumlauf belegte Justine Tebbel mit Light Star Platz sechs. Auch dieser Große Preis war mit 69 Startern besetzt. 

Alle Ergebnisse finden Sie hier. 

 

Quelle: fn-press

 

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