Montag, 05 März 2018 07:26

HGW Bundesnachwuchschampionat: Jannes Göhlfennen auf Platz 2

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Hohe Leistungsdichte beim HGW-Bundesnachwuchschampionat

Die Siegerin im HGW-Bundesnachwuchschampionat 2018 gefördert von der Horst-Gebers-Stiftung heißt Natalia Stecher und kommt aus Schleswig-Holstein. Im Rahmen der Löwen Classics in Braunschweig setzte sich die 16-jährige gegen Jannes Göhlfennen (18, Weser-Ems), Britt Roth (16, Rheinland-Pfalz) und Michel Brosswitz (16, Westfalen) an die Spitze dieser bundesweiten Prüfung für Nachwuchsspringreiter.

Auf dem Siegerpodest kullerten ein paar Freudentränen: Mit einer Gesamtwertnote von 18,8 Punkten hatte Natalia Stecher aus Nordhastedt im Kreis Dithmarschen die Konkurrenz deutlich hinter sich gelassen. Nicht nur mit ihrem eigenen Pferd Coulyn (Holsteiner v. Cormint; Züchter: Martin Knoll, Langenhorn) hatte die 16-jährige Schülerin der elften Klasse eine Super-Leistung gezeigt (WN 9,1). Im Pferdewechsel erzielte sie mit dem Pferd von Britt Roth gar die Wertnote 9,7. „Vom Allerfeinsten“, so der Kommentar von Joachim Geilfus, der gemeinsam mit Kerstin Weber und Franke Sloothaak diese Prüfung richtete. „Mit Deinem eigenen Pferd hast Du von Beginn an einen sehr guten Rhythmus gefunden, warst auch in Wendungen ganz sicher in der Balance und geschmeidig in der Bewegung. Die Aufgaben beim Pferdewechsel hast Du super und mit sehr, sehr viel Gefühl gelöst!“ „Ich war schon sehr aufgeregt“, gab Natalia nach der Siegerehrung zu. „Vor zwei Jahren bin ich diese Prüfung schon einmal geritten. Damals hatte ich im Umlauf einen Fehler. Dieses Mal war es mein Ziel, in den Pferdewechsel zu kommen“. Großes Lob gab es nicht nur für das eigene Pferd, den sie als Sechsjährigen bekam und mit dem sie inzwischen bis S erfolgreich ist, sondern vor allem auch für das Pferd von Britt Roth: „Er war toll zu reiten und ist super ausgebildet“.

Insgesamt 25 Juniorinnen und Junioren aus ganz Deutschland hatten nach Sichtungsturnieren und Auswahllehrgängen ein Ticket für Braunschweig erhalten. Nach der gestrigen Einlaufprüfung durften statt der besten Zwölf erstmals auch alle 25 am heutigen großen Finale teilnehmen. Als Führender aus dem Umlauf war Jannes Göhlfennen (Samern) mit seinem Christiano Ronaldo B (Westfale v. Cristallo; Z: Günter Busklas, Samern) in den Pferdewechsel eingezogen. Für die Vorstellung des Paares („eine gelungene Runde mit ausgezeichnetem Rhythmus und viel Gefühl“) hatte die Jury die Wertnote 9,3 vergeben. Im Pferdewechsel nahm Göhlfennen Platz auf Chain, dem Pferd von Michel Brosswitz. Die Beiden harmonierten im Verlauf des Parcours zwar immer besser, mussten aber einen Abwurf hinnehmen – Wertnote 8,8, Gesamtergebnis 18,1. Auch die Gesamt-Dritte, Britt Roth aus Freimersheim, hatte mit dem Pferd von Natalia Stecher einen Abwurf (WN 8,5). Mit ihrem eigenen Pferd, dem Zweibrücker Ravallo-Sohn Caboto aus Familienzucht, hatte die Reiterin aus dem Bundes-Nachwuchskader mit „ganz sicheren Distanzen und einem sehr guten Gefühl für Rhythmus“ gepunktet und die Wertnote 9,0 erhalten. Am Ende kam sie auf 17,5 Punkte. Der Vierte im Bunde, Michel Brosswitz (Iserlohn), tat sich im Pferdewechsel schwer: Ein Abwurf und eine Verweigerung mit dem Pferd von Göhlfennen führten zu einer Wertnote von 7,0. Diese addierte sich zu der 8,9, die Brosswitz mit seinem eigenen Pferd, dem Holsteiner Chain v. Chin Champ (Z.: Gerhard Stamer, Duvensee) im Umlauf erhalten hatte – Endergebnis 15,9.

Gekennzeichnet war die zehnte Auflage des HGW-Bundesnachwuchschampionats von einer großen Leistungsdichte. Schon bei der Einlaufprüfung (Siegerin hier Anna Jurisch, Berlin-Brandenburg, mit Questo Vincitore, WN 9,2) hatten 18 der 25 Starter eine Wertnote von 8,0 und besser erzielt. Im Finale gab es drei Mal die Wertnote von 9,0 und besser und elf Mal eine 8,0 und besser. „Die Jugendlichen sind ausgesprochen professionell geritten und haben hohe reiterliche Qualitäten gezeigt“, fasste es Joachim Geilfus zusammen. Und Prüfungsbeobachter Heinrich-Hermann Engemann, Bundestrainer der U25-Reiter, ergänzte: „Da kann ich mit großer Freude in die Zukunft blicken!“

 

Quelle: fn-press.

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