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Warendorf (fn-press). Hochkarätiger Sport in den drei olympischen Reitsportdisziplinen Dressur, Springen und Vielseitigkeit erwartet die Besucher des Bundesleistungszentrums Reiten des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) Anfang Mai in Warendorf. Der „Preis der Besten“ vom 7. bis 9. Mai ist das erste große Kräftemessen der deutschen Nachwuchsreiter auf Bundesebene. Seit vergangenem Jahr sind die Nachwuchsreiter in allen drei Altersklassen in Warendorf vertreten, nachdem erstmals auch die Pony-Vielseitigkeitsreiter ihren „Besten“ in der deutschen Pferdehauptstadt ermittelten. In diesem Jahr kommt eine weitere Altersklasse hinzu: Die so genannten Children, Nachwuchsspringreiter zwischen zwölf und 14 Jahren, die auf Pferden an den Start gehen. Eine weitere Neuerung in diesem Jahr betrifft die Ponydressurreiter. Auch sie müssen sich – wie ihre älteren Kollegen – in einer Kür präsentieren.
Wie aber kommt man zum Preis der Besten? Für die Dressurreiter führt der Weg über sechs über Deutschland verteilte Sichtungslehrgänge und zwei Sichtungsturniere in Vechta (9. bis 11. April) und Kronberg (17. bis 18. April). Die Teilnehmer für die Springprüfungen werden von den Landesverbänden nach einer Quote nominiert. Die Vielseitigkeits-Junioren und -Jungen-Reiter, die in Warendorf in einer gemeinsamen Prüfung ihren Besten ermitteln, erhalten ebenso wie die Pony-Vielseitigkeitsreiter auf Empfehlung der Bundestrainer eine Startgenehmigung. Entscheidend sind die Vorjahreserfolge. Kaderangehörige gelten in allen drei Disziplinen als gesetzt.
Durch die strenge Selektion soll die hohe Qualität der Starterfelder gesichert werden. Auch wenn der Preis der Besten in diesem Jahr nur noch für die Ponyreiter und Children als offizielle Sichtung für die Europameisterschaften gilt, ist er als erste Formüberprüfung doch für alle wegweisend für den weiteren Verlauf der Saison. Viele heute erfolgreiche Spitzenreiter haben ihre Karriere in Warendorf begonnen. So ist es beispielsweise genau zehn Jahre her, dass ein damals 14-jähriger Bayer dem Bundestrainer als „großes Talent“ ins Auge fiel. Philipp Weishaupt, heute Teil des Stalls Beerbaum in Hörstel und Mitglied der Perspektivgruppe Springen, verpasste im Mai 2000 knapp den Sprung aufs Treppchen und wurde Vierter. Der Sieger der Junioren hieß damals übrigens Johannes Ehning (Borken), der damit in die Fußstapfen seines großen Bruders Marcus Ehning (Borken) trat, der ebenfalls zu den Stammgästen beim Preis der Besten zählte. In der Dressur gelang Ellen Schulten-Baumer (Rheinberg) der Sprung vom Warendorfer Viereck aufs „Senioren“-Championat. Und Michael Jung (Horb) war 2001 nicht nur der erste Preis-der-Besten-Sieger in der Vielseitigkeit 2001, sondern mit seinem Luhmühlensieg und der EM-Bronzemedaille auch der erfolgreichste „Buschreiter“ der Saison 2009.
Die Ausschreibung "Preis der Besten" finden Sie hier!
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