Freitag, 17 November 2017 20:06

Piaff-Förderpreis: Maire Carolin Beuth gewinnt Bronze

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Florine Kienbaum Zweite, Maire Carolin Beuth auf Rang drei

Es ist einfach ihr Jahr: Nach dem Gewinn der Team- und Einzelgoldmedaille bei der U25-EM in Österreich haben Lisa-Maria Klössinger und FBW Daktari am Freitag in Stuttgart auch das Finale des Piaff-Förderpreises für sich entschieden. Die Serie, ermöglicht durch die Liselott Schindling-Stiftung zur Förderung des Dressurreitsports, richtet sich an junge Dressurreiter bis 25 Jahre, die auf dem Weg sind, in den großen Sport hineinzuwachsen.

Klössinger (Aicha vorm Wald) und ihr zwölfjähriger Baden-Württemberger FBW Daktari (von Donautanz – Carpaccio) hatten am Donnerstag bereits die Einlaufprüfung auf dem Niveau Intermediaire II mit 72.512 Prozent für sich entschieden. Im Finale, in dem die Teilnehmer den internationalen Grand Prix bewältigen müssen, setzten sich die beiden dann mit 72.140 Prozent an die Spitze des Klassements. „Ich bin erstmal glücklich. Wir sind bisher noch nicht so viele Grand Prix‘ geritten. Die Anforderungen sind natürlich größer und heute hatten wir den Anspruch, dass es nochmal so gut klappt wie gestern. Wichtig war für uns, noch mehr Sicherheit im Grand Prix zu bekommen. Und das konnten wir zeigen“, sagte Klössinger. Auch von U25-Bundestrainer Sebastian Heinze gab es ein großes Lob: „Lisa und Daktari waren dieses Jahr das herausragende Paar im Piaff-Förderpreis, haben fast alle Prüfungen gewonnen, bis hin zum Einzel- und Team-Europameistertitel. Es war toll, diese erfolgreiche Saison mitzuerleben und ich bin gespannt, wo der Weg der beiden noch hinführt.“

Die 24-jährige Sportstudentin aus Bayern wuchs zusammen mit dem Wallach zunächst in die Altersklasse der Jungen Reiter hinein, wo die beiden 2014 unter anderem Team-Europameister wurden und zwei Mal Einzel-Silber gewannen. In diesem Jahr entschieden sie die beiden Piaff-Förderpreis-Etappen in Balve und Verden für sich und gewannen in Lamprechtshausen (AUT) zwei EM-Goldmedaillen bei den U25-Reitern. „Ich habe Daktari jetzt seit sechs Jahren. Der Übergang zum Grand Prix war etwas schwierig und holprig, bis wir angekommen sind. Aber dann hat uns der Weg über die Nachwuchsserie ‚Stars von Morgen‘ und den Piaff-Förderpreis bis hierher gebracht.“

Genau dies sei die Philosophie der Piaff-Förderpreis-Serie, sagte Dressur-Bundestrainerin Monica Theodorescu in Stuttgart. „Wir wollen die jungen Reiter über diesen Weg in den Grand Prix hineinführen. Hier können sie Erfahrungen sammeln und lernen, sich untereinander in ihrer Altersklasse zu messen. Die Serie findet auf sehr guten Turnieren mit Top-Richtern statt, zum Beispiel bei der Deutschen Meisterschaft in Balve. Dort können die Teilnehmer die ‚Großen‘, wie Isabell Werth oder Hubertus Schmidt beim Training beobachten und sich viel abgucken. Wir haben den Piaff-Förderpeis inzwischen seit 16 Jahren. Er hat sich absolut bewährt und ist aus unserem Ausbildungssystem nicht mehr wegzudenken. Viele Championatsreiter, wie Kristina Bröring-Sprehe, sind daraus schon hervorgegangen. Ich bin der Stiftung sehr dankbar, dass sie diese Serie mit den Turnieren, Trainingslehrgängen und dem tollen Finale in Stuttgart ermöglicht.“

Den zweiten Platz im diesjährigen Finale belegte die Vorjahres-Dritte Florine Kienbaum (Telgte) mit dem Hannoveraner Doktor Schiwago (von Don Frederico – Weltruhm). Sie erreichten 69.060 Prozent. Auf den Bronzerang ritten Maire Carolin Beuth (Holdorf) und der Trakehner Hofglanz (von Hoftaenzer – Sir Chamberlain) mit 68.800 Prozent. „Wir haben heute ein Finale auf gutem Niveau gesehen“, bilanzierte Theodorescu. „Es waren Teilnehmer dabei, die eigentlich noch zu den Jungen Reitern gehören, wie Jessica Krieg, oder zum ersten Mal den langen Grand Prix geritten sind, wie Bianca Nowag mit Fairplay. Aber es war keiner dabei, der nicht hierher gehörte. Wir haben gutes Reiten und Pferde mit Perspektive gesehen. Es wurden zwar technische Fehler gemacht, die im Grand Prix eben teuer sind und schnell bestraft werden. Aber das waren Flüchtigkeitsfehler, die einfach auf mangelnde Erfahrung zurückzuführen sind.“

Alle Ergebnisse aus Stuttgart finden Sie hier: www.longinestiming.com/#!/equestrian/2017/1426/html/en/longinestiming/index.html 

quelle: fn-press

 

 

 

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