Freitag, 14 Juli 2017 08:16

Mentoring bietet individuelle Trainerfortbildung

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40 Ausbilder tauschten sich bei Mentorentagung aus.

Wenn schon Trainerfortbildung, dann individuell und maßgeschneidert. Wer das denkt, der sollte das Mentorensystem nutzen, das die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) seit 2014 anbietet – dieser Überzeugung sind die 40 Ausbildungsfachleute, die sich Ende Juni zur zweiten Mentorentagung in Warendorf trafen.

„Dreieinhalb Jahre nach der Einführung des Mentorings, ist es an der Zeit, das System zu analysieren und gegebenenfalls zu optimieren“, sagte Eva Lempa-Röller, Fachreferentin der Abteilung Ausbildung und Wissenschaft. Deshalb kamen Mentoren aus dem gesamten Bundesgebiet zusammen, um sich über ihre Erfahrungen sowie Probleme und Verbesserungsmöglichkeiten auszutauschen.

Generelle Einigkeit herrschte darüber, dass es wichtig ist, die Aus- und Fortbildung der nachrückenden Ausbildergeneration zu intensivieren und zu verbessern. Das Mentorensystem ist in der Ausbildungs-Prüfungs-Ordnung (APO) verankert und bietet Amateurausbildern aller Disziplinen die Chance, einem erfahrenen Trainer bei der praktischen Unterrichtserteilung und Begleitung von Schülern über die Schulter zu schauen und mitzuhelfen. Dabei kann der lernende Trainer sich wertvolle Tipps und Anregungen für die eigene Tätigkeit holen. Den Mentor können die Ausbilder frei wählen, Listen über alle Mentoren führen die Landespferdesportverbände.

Derzeit findet das Mentorensystem verpflichtend Anwendung in der Vorbereitung zur Trainer B Prüfung (5 Lerneinheiten vorgeschrieben), aber auch für angehende Trainer anderer Lizenzstufen kann das Mentoring wichtige Hilfestellung leisten. Auf freiwilliger Basis kann es beispielsweise der Vorbereitung auf die Prüfung zum Trainer C dienen oder als Alternative zum Vorbereitungsseminar für den Trainer B (8 Lerneinheiten) genutzt werden. Da das Mentoring immer im direkten Bezug zur praktischen Unterrichtserteilung stattfindet, werden in einigen Landesverbänden die Einheiten darüber hinaus auch zur Lizenzverlängerung anerkannt.

„Ziel der Tagung war die Entwicklung eines allgemein gültigen Leitfadens, der alle Mentoren auf einen Wissenstand bringen soll“, erklärte Lempa-Röller. Über eines waren sich dabei alle Tagungsteilnehmer einig: Das Mentorensystem stellt ein wertvolles Instrument in der Schulung von Ausbildern dar. „Die Betreuung der Ausbilder ist individuell, intensiv und in der Region – das ist das Besondere am Mentoring. Ich würde mir wünschen, dass deshalb noch mehr Nachwuchsausbilder das Mentoring als freiwillige Fort- und Weiterbildung nutzen“, erklärte Lempa-Röller.

Weitere Informationen zum Mentoring in Weser-Ems gibt es unter http://www.psvwe.de/index.php/formulare/mentoren-fuer-trainer

 

 

Gelesen 988 mal Letzte Änderung am Freitag, 14 Juli 2017 08:19
   
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