Samstag, 10 Juni 2017 19:18

DJM Vielseitigkeit Kreuth: Gesa Staas auf Medaillenkurs

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Rieden-Kreuth. Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften Vielseitigkeit im ostbayerischen Kreuth liegen Johanna Zantop und FBW Santana’s Boy (Junge Reiter) und Gesa Staas mit St. Stacy (Junioren) nach Dressur und Geländeritt in Führung. Die endgültige Entscheidung fällt morgen nach dem Springen.

„Ich habe gestern in der Dressur schon gemerkt, dass es gut läuft. Und im Gelände ist Stacy eine richtige Maschine, ein echtes Verlasspferd“, sagte Gesa Staas (Bramsche) nach ihrem fehlerfreien Geländeritt, der ihr einen Zwischenstand von 37,8 Minuspunkten und damit die Führung bescherte. Vier Mal nahm sie bereits an Deutschen Juniorenmeisterschaften teil, eine Medaille wäre allerdings ihr bislang größter Erfolg. Anders Emma Brüssau. Die Schriesheimerin war bereits im vergangenen Jahr Deutsche Vizemeisterin und rangiert nun auch in Kreuth wieder auf Medaillenkurs. Sie beendete den Geländeritt nicht nur mit Dark Desire GS auf Platz zwei (40,2), sondern hat mit Donnerstag noch ein weiteres Eisen im Feuer. Mit der Trakehner Stute, mit der sie 2016 DM-Silber und Teamgold bei den EM gewann, rückte sie vom zehnten Platz nach Dressur auf Rang vier vor (42,2). „Ich war mit Donni zuerst unterwegs. Sie ist, ich will nicht sagen ein ‚Selbstläufer‘, aber sie denkt einfach mit und ich kann ein Gefühl für den Kurs zu entwickeln. Das hilft mir dann für den Ritt mit Desi. Wir sind ein tolles Dreiergespann“, sagte Emma Brüssau. Auf der dritten Position nach Dressur und Geländeritt rangiert Charlotte Whittaker (Ampfing) mit Lady Brown. Sie machte sich mit ihrer Nullrunde durchs Gelände selbst ein Geschenk zum 18. Geburtstagsgeschenk. Erst seit sieben Wochen sitzt sie im Sattel der elfjährigen Stute, die aus dem Stall der belgischen Topreiterin Karen Donckers stammt. „Es war unsere beste Dressur seither und im Gelände hat sie das super gemacht. Wir waren ja vorher noch nie in so einem bergigen Gelände. Ich bin mega happy, Lady Brown ist meine Hoffnung für die Zukunft und die Junge-Reiter-Tour“, sagte Charlotte Whittaker. Sie nimmt 41,1 Minuspunkte ins abschließende Springen mit. 

Von den 51 Junioren beendeten 32 die Strecke ohne Hindernisfehler, vier schieden aus, zwei gaben auf. Wegen eines Vorbeiläufers am Eckensprung 18b verpasste die nach Dressur führende Anna Lena Schaaf (Voerde) mit Fairytale die Chance auf eine Medaille. Für die amtierende Doppeleuropameisterin war es der erste Start bei einer DM der Junioren. Von den 16 Junge-Reiter-Paaren beendeten zehn die Prüfung ohne Probleme an den Hindernissen, nur zwei mussten vorzeitig nach Verweigerungen aufgeben. An der Spitze gab es hier keine Veränderungen – das Warendorfer Trio konnte seine Positionen von eins bis drei nach Dressur halten. MIt 43,3 Minuspunkten startet Preis-der-Besten-Siegerin Johanna Zantop mit FBW Santana’s Boy morgen im Springen von der Pool Position, aber Hanna Knüppel mit Carismo (43,5) und Jerome Robiné mit Quaddeldou R (44,3) sind ihr dicht auf den Fersen. „Zwei, drei Mal hat mir Quaddel auf der Strecke geholfen, er ist so ein ehrliches Pferd. Ich habe nicht so schnell angefangen und war am Ende überrascht, dass wir es doch in die Zeit geschafft haben“, sagte Jerome Robiné, der wie Zantop derzeit von den Trainingsbedingungen an der Bundeswehrsportschule in Warendorf profitiert. Allerdings trennt ihn nur ein Zehntel von Tina Krüger aus dem bayerischen Eching. Auch sie konnte die Geländeprüfung mit Dolce Mia mit ihrem Dressurergebnis beenden und rangiert mit 44,4 Minuspunkten auf Platz vier. Komplettiert wird das Spitzenquintett durch Lara Schapmann (Ostbevern), die wie Zantop bereits als Junioren in Kreuth erfolgreich war. Mit 47,5 Minuspunkten und einem fünften Platz bleibt auch für sie eine Medaille noch in greifbarer Nähe.

Parallel zu den Deutschen Jugendmeisterschaften, die im Rahmen einer internationalen Ein- und Zwei-Sterne-Prüfung ausgetragen werden, hat der Veranstalter auch eine internationale Zwei-Sterne-Kurzprüfung (CIC2*) im Rahmenprogramm . Während die Meisterschaftsprüfungen reibungslos unter besten Boden- und Wetterbedingungen ablief, wurde das CIC2* durch einen schweren Sturz von Dr. Wolf-Dieter Eckl (Ochsenfurt) an Hindernis 18 überschattet. Der 54-jährige Mediziner, der seit den 1980er Jahren im internationalen Vielseitigkeitssport unterwegs ist, wurde daraufhin zur weiteren Untersuchung ins Krankenaus geflogen. Sein Pferd Forlanos’s Tresor blieb unverletzt.

 

Quelle: fn-press

 

Gelesen 876 mal Letzte Änderung am Montag, 12 Juni 2017 12:29
   
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